Deine erste Facebook-Anzeige - ich zeige Dir, wie's geht.

Im letzten Artikel haben wir uns angesehen, warum das Kaufen von Fans keine gute Idee ist. Natürlich willst Du dafür sorgen, dass Deine Seite auf Facebook bekannt wird.

 

Das kannst Du auch mit Werbung erreichen.  Denkst Du jetzt, Facebook-Werbung sei fürchterlich kompliziert?  Das kann es sein, muss aber nicht. Probiere es doch einfach mal aus – mit einer Werbeanzeige zum „Hervorheben Deiner Seite“.

 

Trifft sich gut, dass ich gerade auch so eine Anzeige für meine eigene Seite schalten möchte … dann kannst Du mir über die Schulter schauen. Und los geht’s, komm, wir machen das zusammen !

 

Deine erste Facebook-Anzeige - auf gehts!

Über diesen Link kannst Du direkt einsteigen: www.facebook.com/ads/create. Ganz wichtig: wenn Du noch nie eine Anzeige geschaltet hast, musst Du zuerst hinterlegen, wie Du Deine Rechnung bezahlen möchtest ! Möglich sind Paypal, Kreditkarte oder eine Einzugsermächtigung.

 

Eine weitere Einstiegsmöglichkeit: Du klickst links in Deiner Facebook-Ansicht auf „Werbeanzeigenmanager“.

Dann öffnet sich ein sehr voller Bildschirm, und rechts oben findest Du „Werbeanzeige erstellen“ (ein grüner Button).

Das klickst Du an.

 

 

In der Übersicht wählst Du den zweiten Punkt von oben, also „Hebe deine Seite hervor“

 

 

Dann wählst Du Deine Seite aus, für die Du Werbung machen möchtest.

 

Wenn Du mehrere Seiten verwaltest, hast Du die hier alle aufgelistet und triffst daraus Deine Wahl.

 

 

Du kannst – wenn Du magst – Deine Kampagne jetzt umbenennen.

Das ist am Anfang nicht so wichtig, merk Dir einfach: es geht.

Weiter geht es mit dem Klick auf „Zielgruppe und Budget festlegen“.

 

 

Jetzt öffnet sich ein größeres Fenster – wen möchtest du mit deiner Werbeanzeige erreichen?

 

 

Gehen wir das mal der Reihe nach durch, ich habe mit roten Ziffern ein paar Stellen markiert:

 

1.       Die Zielgruppendefinition. Da sollte stehen: „definiert“ – denn das bedeutet, dass Deine  Werbung sehr genau auf Deine Zielgruppe abgestimmt ist (das funktioniert momentan gerade nicht so richtig, aber das wird sich wieder ändern ...). Hier stehen jetzt schon ein paar Details, die voreingestellt sind, und unten siehst Du die momentan theoretisch mögliche Reichweite. Gigantisch, oder? Lass Dich nicht täuschen, das ist viiiiiel zu viel!  Das wäre das berühmte Gießkannenprinzip, und das wollen wir nicht ... Deswegen ändern wir in den nächsten Schritten noch einiges ab.

 

 2.       „Custom Audiences“ – das kriegen wir später, das ist für Fortgeschrittene ;-)

 

 3.       „Standorte“. Das ist vor allem für lokal basierte Geschäfte wichtig. Ich könnte mich z.B. auf den Großraum Stuttgart beschränken, wenn ich hier eine lokale Veranstaltung bewerben möchte. Für diese Anzeige habe ich es bei "Deutschland" belassen.

 

 4.       „Alter“. Richtet sich Dein Angebot an eine bestimmte Altersgruppe? Oder möchtest Du mit Deiner Anzeige heute nur Menschen von 22 – 37 erreichen? Das kannst Du hier einstellen.

 

 5.       „Geschlecht“. Sprichst Du alle an? Oder nur Männer? Nur Frauen? Hier kannst Du es einstellen.

 

 6.       „Sprachen“. Hier gibt Du an, in welcher Sprache Deine Zielgruppe ihr Facebook nutzt. Da ich ein deutschsprachiges Angebot habe, grenze ich auf „Deutsch“ ein. Ganz nebenbei reduziert das auch die Klicks von Likefarmen, die hauptsächlich (nicht ausschließlich, aber immerhin) auf englisch operieren.

 

Die Zielgruppe schrumpft - hurra!

 

Das war die erste Hälfte – wenn Du Dir jetzt das nächste Bild anguckst, dann siehst Du, dass meine Zielgruppe deutlich geschrumpft ist.

Das ist schon besser, aber noch nicht richtig gut.

Also – weiter geht’s …

 

1.       Wie praktisch – die Zielgruppendefinition aktualisiert sich ständig und läuft mit.

 

 2.       „Detaillierte Zielgruppenauswahl“. Hier kannst (und wirst …) Du Dich ein Weilchen aufhalten. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, was Du alles auswählen kannst.  Probiere einfach aus, was Dir alles zur Verfügung steht, die Vielfalt ist wirklich überwältigend.
Tipp: Hier ist es sehr hilfreich, wenn Du Deinen „Idealen Kunden“ griffbereit hast !! Außerdem wichtig: es handelt sich um oder-Verknüpfungen. Also „Kochen“ +„Wein“ bedeutet: eines von beiden muss zutreffen, aber nicht beide gleichzeitig.

 

 3.       Recht klein und unscheinbar, aber bitte übersieh sie nicht, die zwei hier: „Personen ausschließen“ oder „Zielgruppe eingrenzen“. Hier kannst Du weitere Faktoren einstellen. Und das sind jetzt und-Verknüpfungen. Hast Du also unter 2. Kochen ausgewählt und wählst dann unter Zielgruppe einstellen Wein, dann muss Deine Zielgruppe Kochen UND Wein mögen.

 

Auf dem nächsten Bild siehst Du, wie ich eingeschränkt habe – ich habe hier ohne nennenswerte Ausschlüsse gearbeitet, sondern nur mit und-Verknüpfungen.

Ich halte eine Zielgruppe von 3.000 Personen für gut eingeschränkt, auch wenn die Zielgruppendefinition immer noch auf „ziemlich groß“ steht.

Es sieht fast so aus, als wäre da momentan wieder etwas im Umbruch, dann wirkt Facebook manchmal ein wenig – unausgegoren, sozusagen.

Übrigens schließe ich Leute aus, denen meine Seite bereits gefällt. Die müssen meine Werbung ja nicht mehr sehen, deren „Like“ hab ich ja schon.

 

 

Du kannst diese Zielgruppe jetzt speichern, wenn Du magst. Ich würde es Dir für den ersten Versuch noch nicht empfehlen, Du probierst jetzt erst mal mit geringem Budget aus, was passiert. Wenn Du mehr Erfahrungen hast, dann speichere Dir Deine Zielgruppe ab (das spart Dir etwas Arbeit).

Was darf der Spaß kosten?

 

Nun geht’s um das liebe Geld – wieviel möchtest Du ausgeben?

 

Hier lohnt es sich wirklich, genau hinzusehen und zu prüfen, ob Du alles so hast, wie Du es gerne möchtest.

 

1.       Lege Dein Budget fest. Facebook schlägt sportliche 25,- Euro / Tag vor. Das Mindest- Budget für diese Art von Anzeige beträgt  5,- / Tag, das summiert sich ganz hübsch. Wenn Du mit einem Budget für die gesamte Laufzeit arbeitest, kannst Du mit einer niedrigeren Summe einsteigen (siehe dazu auch Punkt 4)

 

 2.       Wähle Deinen Zeitplan. Gerade für Anfänger unbedingt zu empfehlen: mache Dein Häkchen bei „Start- und Enddatum festlegen“ !! Damit verhinderst Du, dass da eine Anzeige läuft … und kostet … und läuft … und kostet …

 

3.       Der Gebotswert. Voreingestellt ist „Automatisch“. Hier schlage ich vor, lass es so. Dann übernimmt Facebook die Preis-Optimierung für Dich. „Manuell“ ist eher was für Fortgeschrittene.

 

4.       Wann möchtest Du zahlen? Es gibt zwei Möglichkeiten: immer wenn jemand Deine Anzeige sieht – oder wenn jemand „Gefällt mir“ klickt. Für die Einstellung „Gefällt mir“ musst  Du  unter 1. mindestens 5,- / Tag eingetragen haben !! Wenn Du auf Impressionen einstellst und unter 1. das Laufzeitenbudget genommen hast, kommst Du mit einem niedrigeren Budget davon.

 

 5.       Den Werbezeitenplan brauchen wir erst mal nicht.

Zu guter Letzt kannst Du noch einen Titel für Deine Anzeige vergeben (Facebook schlägt Dir einen vor, den kannst Du genauso gut erst mal verwenden).  Weiter geht es dann über den Button „Werbeanzeige auswählen“.

 

Und jetzt - die eigentliche Anzeige !

 

Es öffnet sich eine neue Seite – in der es endlich um die eigentliche Anzeige geht!

 

1.       Du kannst Bilder oder ein Video hochladen, die dann in Deiner Anzeige gezeigt werden. Ich lasse das diesmal sein, ich verwende einfach mein Header-Bild (das siehst Du schon in der Vorschau). Möglich sind bis zu sechs Bilder, die können auch etwas Text enthalten. Aber Achtung - mehr wie 20% Text dürfen es nicht sein, sonst akzeptiert Facebook die Anzeige nicht. Das ist lästig und ärgerlich, deswegen lohnt es sich, diese 20%-Regel zu beachten.

 

2.       Diesen Text möchtest Du noch etwas griffiger, spritziger haben. Er stammt aus dem Feld „Kurze Beschreibung“ im Info-Bereich Deiner Facebook-Seite. Aber: er ist zu lang ... Du hast hier maximal 90 Zeichen zur Verfügung. Also, kürzen und schärfen ist angesagt. Du darfst hier etwas dick auftragen, Du willst schließlich die Aufmerksamkeit Deines potentiellen neuen Fans erreichen !

 

3.       Unter den „Erweiterten Optionen“ verbirgt sich bei dieser Werbeanzeige nur die Möglichkeit, die Überschrift für die Werbeanzeige in der rechten Spalte zu verändern. Kannst Du machen, wenn Du magst, probiere es einfach aus.

Fast geschafft ! Jetzt klickst Du noch auf „Bestellung überprüfen“ und guckst nochmal, ob alles so ist, wie Du es gerne hättest. Ja? Vor allem – stimmt der Betrag, den Du ausgeben möchtest? Dann … „Bestellung aufgeben“, komm, trau Dich !

 

Im nächsten Fenster klickst Du einfach auf „Weiter“ und landest wieder im Werbemanager. Dort könntest Du jetzt gleich die nächste Anzeige schalten … aber wir wollen es ja nicht übertreiben, gell?

 

 Also: feiern !! Du hast es geschafft - Deine erste Anzeige !! und demnächst: neue Fans begrüßen :-)

 

Hast Du schon mal eine Facebook-Anzeige geschaltet? Achtung, ich bin neugierig - was hast Du für Erfahrungen gemacht? Wozu möchtest Du mehr wissen? Schreibs gerne in einen Kommentar, ich bin schon ganz gespannt !

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Kathrin (Samstag, 27 Februar 2016 13:01)

    Liebe Frauke,

    ...danke für diesen wunderbar verständlichen Einstieg in das Thema FB-Anzeigen!

    Herzlichst Kathrin