Facebook-Gruppen, Teil 1: die drei Typen

Neulich fragte Anna: "Fred hat gesagt, auf Facebook müsse man  unbedingt in Gruppen sein. Stimmt das? Und was ist das überhaupt - Gruppen auf Facebook?"

Liebe Anna, der Fred hat schon recht, Gruppen sind auf Facebook sehr wichtig. So wichtig, dass ich das Thema in mehreren Posts behandeln möchte.

Fangen wir mit den Grundlagen an? Es gibt ein paar Sachen, die Du wissen solltest, wenn's um Gruppen geht.

Warum überhaupt Gruppen?

Facebook-Gruppen sind ein etabliertes Feature auf Facebook. Vielleicht kennst Du (von vor gaaaaanz langer Zeit) noch sowas wie Yahoo-Groups? Das ist ein E-Mail-Listen-Dienst, meist gehts dabei um gemeinsame Interessen (und es gab so ziemlich für jedes Thema eine Yahoo Group!). Facebook-Gruppen sind im Prinzip das Gleiche.

Wenn Du Dir Deine Facebook-Freunde so anguckst, dann kennst Du vermutlich viele Menschen aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Da gibt es

  • Familienmitglieder,
  • Schulfreundinnen,
  • Studienkollegen,
  • Arbeitskolleginnen,
  • dann Menschen, die Du über andere Freunde kennengelernt hast,
  • Leute, die das gleiche Hobby haben,
  • Menschen, mit denen Du eine Überzeugung teilst und so weiter.

Beispiel: ich kenne relativ viele Frauen über meine Textilkunst bzw. die Quilterei. Das interessiert nun nicht unbedingt wirklich jeden, mit dem ich auf Facebook befreundet bin. Und so wie Du auf einer Party nicht die ganze Zeit nur über Dein Hobby reden solltest - so solltest Du es auch auf Facebook mit Deinen Freunden halten. Du läufst sonst Gefahr, einige zu langweilen, und das wäre schade.

Damit ich mich trotzdem ungestört und ungehemmt über mein Hobby austauschen kann, nutze ich Facebook Gruppen. Dort tummeln sich Gleichgesinnte, die die Bedeutung des absolut korrekten Gelb-Tones sofort verstehen :-)
Natürlich nutze ich auch gezielt Facebook-Gruppen, um mich im Bereich Social Media auf dem Laufenden zu halten.  Oder Gruppen, in denen sich Selbständige und Unternehmer/innen treffen.

Dass es dann auch noch Katzen-Gruppen in meinem Mix gibt ... das behalte ich jetzt mal für mich, ok :-)

Drei Typen: öffentlich - geschlossen - geheim

Bevor wir uns im nächsten Beitrag über Strategien für Facebook-Gruppen unterhalten, schauen wir uns die verschiedenen Gruppenformen an. Gruppe ist nämlich nicht gleich Gruppe - Facebook unterscheidet drei verschiedene Typen. Jeder Typ hat eigene Besonderheiten: es gibt öffentliche , geschlossene und geheime Gruppen.

Die öffentliche Gruppe

Eine öffentliche Gruppe kannst Du Dir wie ein öffentliches Ereignis vorstellen: "Nächsten Mittwoch spielen die Beatles umsonst auf dem Marktplatz"
=> jeder darf das wissen, jeder darf kommen.
Einer öffentlichen Gruppe trittst Du bei, indem Du auf "Gruppe beitreten" klickst - fertig. Alle Beiträge dieser Gruppe sind für jedermann sichtbar und können über die Suche gefunden werden.
Ein Beispiel für so eine Gruppe ist die Gruppe für Künstler und Kunstinteressierte.

Die geschlossene Gruppe

Eine geschlossene Gruppe ist eine Gruppe, bei der Du die Aufnahme beantragst. Ob Dein Beitritt dann genehmigt wird oder nicht, kann von den unterschiedlichsten Faktoren abhängen. Du kannst Dir das so vorstellen: "Nächsten Donnerstag spielen die Beatles im Berliner Olympiastadion. Karten gibts nur für Frauen über 49!" Oder denke an den angesagtesten Club der Stadt - da mußt Du am Türsteher vorbeikommen ...

Geschlossene Gruppen werden über die Suche bei Facebook gefunden. Aber die Inhalte sehen nur die Mitglieder. Somit bieten geschlossene Gruppen eine gewisse Privatsphäre (ja, ich weiß ... die NSA).

Z.B. meine Mastermind-Gruppe, Fib+, ist so eine geschlossene Gruppe. Auch wenn Du kein Mitglied bist, kannst Du sie sehen und die Gruppenbeschreibung lesen. Aber was wir da so posten ... das siehst Du nicht.

Die geheime Gruppe

Eine geheime Gruppe findest Du nicht über die Facebook-Suche. Somit kannst Du auch keine Mitgliedschaft beantragen; Du hast keine Möglichkeit, indirekt von dieser Gruppe zu erfahren. Nur ein Administrator oder ein anderes Mitglied kann Dich hinzufügen.
Geheime Gruppen werden oft eingesetzt als begleitende Facebook-Gruppen für Online-Kurse.
Um im Beatles-Beispiel zu bleiben: "nächsten Freitag spielen die Beatles bei mir zu Hause im Wohnzimmer, und ich möchte, dass Du dabei bist!"

Soweit zu den drei verschiedenen Typen der Facebook-Gruppen. Eine gute Übersicht darüber findest Du hier.

Als nächstes sehen wir uns an, was Du in Gruppen tun solltest - und was nicht. Ein bißchen Knigge, ein wenig Strategie, und dann kannst Du loslegen und Deine eigenen Erfahrungen sammeln.

Für Fragen steht Dir natürlich das Kommentarfeld zur Verfügung. Antworten werde ich auch über Facebook Live  - nächste Woche Mittwoch (am 31.08.2016) um 17 Uhr auf meiner Facebook-Seite. Bist Du dabei? Ich freu mich auf Dich!

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Kommentare: 2
  • #1

    Angela Claaßen (Sonntag, 28 August 2016 23:58)

    Hallo,
    vielen Dank für diese Starthilfe der "einfachen" Art/ Sprache

  • #2

    Frauke (Montag, 29 August 2016 10:20)

    Liebe Angela,

    Danke für diesen Kommentar ! Der bedeutet mir SEHR viel - denn genau das ist mein Ziel: Facebook "einfach" erklären und Spaß und Nutzen in den Vordergrund zu rücken.