Was bleibt - was geht. Ciao 2018 !

"Eigentlich" ... schreibt "man" Rückblicke am Ende des Jahres. Sicher wäre es auch prima, wenn meine Planung für 2019 schon fertig wäre :-)  Tja. Ist aber nicht so. Dafür gibt es einen Grund / mehrere Gründe, um die es hier auch gehen wird. 

Dieser Blogbeitrag ist übrigens Teil einer Blogparade, der InspiParade. Hier  machen Online-Unternehmer ihre Überlegungen öffentlich, in Form von Blogbeiträgen, Podcast-Folgen oder Videos. Und so vielfältig die Online-Business-Welt ist, so vielfältig sind auch die Beiträge. Schau rein - lohnt sich.  

2018 wurde dominiert - von einem Virus

Deswegen gibt’s in diesem Artikel auch nicht den ganz klassischen Business-Rückblick, sondern vier Erkenntnisse, die ich im zweiten Jahr der Vollzeit-Selbständigkeit lernen durfte. Und die 2019 sicherlich deutlich prägen werden.

 

Was ich 2019 so vor habe, wird einen eigenen Artikel bekommen. Und da ist sie - die Blitzerkenntnis. Nicht einen - vier. Weil ich mich dieses Jahr stärker auf die berühmten 90 Tage fokussieren werde. Denn: jetzt zu planen, was ich im Dezember tun will ... ähem ... was weiß ich denn, was Mark bis dahin so ausgeheckt hat und wie Facebook dann aussieht? 

 

 

 

Das zentrale Thema bzw. der Virus, das / der uns 2018 so hartnäckig begleitete ist die Herpes-Augeninfektion unserer Katze Gina. (Wenn Du jetzt denkst - so eine Bagatelle ??? Tja - für uns war - und ist - der Herpes das nicht, er hat uns ganz schön beschäftigt). 

Los ging es Anfang Juni 2018 - mein Liebster und ich waren urlaubsreif, alles war geplant, der Katzensitter wußte Bescheid. Knapp 1 Woche vor dem Start bekam Gina wieder mal eine „Bindehautentzündung“, und zwar so richtig heftig, innerhalb von wenigen Stunden. Das kannten wir ja schon - dachten wir, das kam in der Vergangenheit auch schon mal vor. Da wir keine Antibiotika-Tropfen mehr für sie hatten, gings ab zum Tierarzt. Diesem Besuch folgten unzählige weitere ... 

 

Ich werde Dich jetzt nicht mit Details langweilen. Es ist eine laaaaaange, für uns ziemlich nervenzehrende Geschichte. Nach einem Tierarzt-Wechsel (super empfehlenswert, wenn Hund oder Katz Augengeschichten hat: 

Kleintierpraxis Dr. Nina Müller & Team !) ist der Herpes heute soweit im Griff, dass Gina wieder aus zwei wunderschönen blauen Knopfaugen unternehmungslustig in die Welt schaut. 

 

Wie ich 2018 keinen Urlaub machte - und was ich daraus lernte

Den Urlaub im Juni hatten wir also abgesagt - Gina steckte mitten in der ersten Akut-Phase der Herpes-Infektion, was bedeutete: bis zu 10x pro Tag (oder noch häufiger ...) Augentropfen, Tabletten und ein unglückliches Tier trösten. Im September hatten wir nochmal eine Woche Urlaub geplant. Den trat Jens alleine an, ich blieb zu Hause und kümmerte mich um Gina (die gerade mal wieder einen Rückfall hatte). Zwar nahm ich mir in dieser Woche auch halbherzig frei ... aber „Urlaub“ war das nicht wirklich, nicht richtig. 

Am Ende des Jahres (so ca. Ende November) war mir dann klar - ich bin urlaubsreif. Sowas von. Vom 20.12.2018 bis zum 06.01.2019 hatte ich richtig frei. Der PC blieb fast die ganze Zeit aus, wirklich gearbeitet habe ich in dieser Zeit vielleicht ein bis zwei Stunden. Diese Erholungsphase hat soooo gut getan !! Einige Ideen nutzten die Zeit, sich in mein Bewußtsein zu kämpfen, die dürfen dann in meiner Planung mitspielen. 

 

Erkenntnis Nr. 1 aus 2018:

Wie auch immer ich das nenne - „Aus-Zeiten“, Erholung, Urlaub oder auch Freizeit: 

 

Das ist kein Luxus. Das ist Akku-Ladezeit. Das ist schlicht notwendige Zeit, die Effektivität, Kreativität, Produktivität überhaupt erst möglich macht. Deswegen werde ich diesen Aus-Zeiten in 2019 deutlich mehr Priorität einräumen. Ich arbeite gerne, und ich bin mit ganzem Herzen Dienstleisterin. 
Aber ... wie ich irgendwann verstand ... wenn mein Business nur aus mir besteht: dann ist es meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass ich genügend Erholung bekomme. Nur so kann ich Best-Leistungen bringen. 

Wie ich das umsetzen will? Das Wohlbefinden der Frauke Schramm hat in der Prioritätenliste der Social Media Mutmacherin einen Spitzenplatz eingeräumt bekommen. 
 

Die Sache mit der Kohle - oder: Geld ist ein Thema

 Übrigens - so eine Katze ist privat versichert. Wußtest Du nicht? Oh doooooch, unsere Gina hat die „Herrchen und Frauchen lieben mich, sehr sogar“-Versicherung abgeschlossen ...

Anders ausgedrückt: die Kosten für Tierarzt und Medikamente sind dieses Jahr ganz schön hoch gewesen. Und ... wir hatten sie nicht einkalkuliert. Was uns (neben ein paar ziemlich lästigen Verzögerungen beim Finanzamt) phasenweise etwas ins Schwitzen brachte. 

 

Das war ein weiterer Punkt, der mich nachdenklich stimmte. Denn: ich arbeite nicht gerade wenig. Dürfen mich dann „solche“ Dinge gleich nervös machen? Oder lohnt es sich, an anderer Stelle nochmal genauer hinzusehen? 

Das habe ich gemacht. Und eine Anregung, die noch von Elke Edlinger stammt, mit Unterstützung von Renate Schmidt umgesetzt: auch für meine Unterstützung bei Deinen Facebook-Ads kannst Du jetzt Pakete bei mir buchen, das kleinste Paket umfasst drei Stunden. 

 

Die Folgen: 

- schon in diesen drei Stunden lässt sich weitaus mehr erreichen als in ein „bisle“ was.

- die Zusammenarbeit ist viel besser, viel erfreulicher, effektiver und einfacher.

- ich schreibe keine Rechnungen mehr über eine halbe Stunde.

- einigen (wenigen) Anfragern war das zu viel; also kam kein Auftrag zustande. Das ist ok. Weil: mir ist an langfristigen, vertrauensvollen Beziehungen mit meinen Kunden gelegen. Und wenn es gleich am Anfang am Preis scheitert, dann werden auch die Facebook-Anzeigenkosten zu hoch sein. 

- und ja, damit verbessert sich auch mein Cashflow :-) 

 

Was hast Du davon? 
- Du buchst Dir eine Begleitung, die nicht nur einen Schnellschuss abliefert. Nicht weil ich das nicht kann - sondern weil ich das nicht für gut halte. AUCH für Dich nicht für gut halte. Facebook Ads sind ein komplexes Thema, mit "hopp-hopp" ist es da nicht getan. 

- Du bekommst eine Begleitung, die eine gewisse Zeit an Deiner Seite ist. Was wir mit dieser Zeit anstellen, entscheiden wir gemeinsam. Es muss für Dich passen (und für mich leistbar sein, is klar, ne). Das geht wesentlich effektiver und entspannter, wenn Du genau weißt, da steht Dir jetzt ein Kontingent zur Verfügung, das gehört alleine Dir. 

 

Erkenntnis Nr. 2 aus 2018

Die eigenen Preise zu erhöhen macht nicht nur was mit dem eigenen Kontostand - sondern auch mit der Motivation. Lustigerweise betrifft dieser Effekt auch meine Kunden. Sie stellen sich anders auf, wenn sie genau wissen: es sind drei Stunden gebucht, in denen wir gemeinsam etwas erreichen wollen. 

 

Wie ich das weiter umsetzen will: es wird mehr Paket-Angebote geben. Sie erlauben nämlich Dir und mir, uns auf die eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren, weil wir beide das berühmte "Commitment" dafür abgeben. Und das tut den Ergebnissen gut. Dass es mir den organisatorischen Aufwand vereinfacht, ist ein wunderbarer Nebeneffekt :-) 

Chaos-Queen? Wenn's doch bloß nicht so anstrengend wäre !!

In diesem ganzen Chaos fiel sie mir dann öfter mal auf die Füße: meine Unorganisiertheit (oder das, was ich so empfinde). Laaaaange Stunden arbeiten, dann fluchend irgendwas suchen ... und am Ende das Gefühl haben, es ist wieder nix vorwärts gegangen. Die Sorgen um Gina belegten in meinem Hirn Ressourcen, die ich sonst in meinem Job einsetzen konnte - und das machte mein / unser Leben nicht einfacher. 

Denn: wenns eng wird (egal ob zeitlich, finanziell oder von der zur Verfügung stehenden Energie her) zeigt sich, ob es entlastende Routinen gibt. Die hatte ich nicht - oder nicht ausreichend. Ich musste improvisieren. Das kann ich gut, das mach ich sogar rasend gerne. Aber nicht, wenn ich gleichzeitig auch nachts regelmäßig nach einem unglücklichen Tier schauen muss und tagsüber entsprechend müde und ausgepowert bin. Dann müssen Routinen da sein, die Ressourcen schonen oder sogar freischaufeln. 

 

Also traf ich - relativ kurzentschlossen - eine der besten Entscheidungen in 2018: ich buchte „Home Sweet Office“ bei Claudia Kauscheder. Ok - vermutlich ist es DIE beste Business-Entscheidung in 2018 gewesen :-)  

Denn: ich halte mich für einigermaßen intelligent. Und kompetent. Ich hab jede Menge Berufserfahrung. Ich KANN lernen (und ich lerne sogar gerne) - dann müßte ich doch auch in der Lage sein, dieses Organisationsdingens in den Griff zu bekommen ??? Mir Routinen zu schaffen, die mich (unter-)stützen und die auf mich, auf uns und meinen Job zugeschnitten sind? Die flexibel genug sind, um in den manchmal chaotischen Terminplan einer Selbständigen zu passen und die gleichzeitig genügend Stabilität bieten, um dieses Chaos nicht das Regiment übernehmen zu lassen? 

 

Trotz über 30 Jahren Erfahrungen aus Berufsleben und Studium: wie man sich effektiv organisiert, individuell passend - das hatte ich nie gelernt. Das hatte ich zwar bei Kolleginnen gesehen, aber wenn ich dann nachfragte, wie sie das denn bitte machen, bekam ich keine für mich hilfreichen Antworten. Im Bereich Selbstorganisation war ich also dauerhaft im Blindflug unterwegs. 

 

Schon in der ersten Woche stellte sich heraus - ja, sowas kann man lernen. Sowas kann ICH lernen. Allerdings nicht über Nacht (schade eigentlich <grinst>). Dafür in einer wertschätzenden, offenen, ehrlichen Atmosphäre, in der jede von uns sich aus dem reichhaltigen Kursinhalt das rausfischt, was sie brauchen kann. Und das Buffet ist sehr gut bestückt !!! 
Noch wichtiger ist allerdings die einzigartige Mischung aus Pragmatismus, Zuwendung, "Strenge" und Humor, die Claudia mit ihren zig Jahren Erfahrung im Homeoffice zu bieten hat. Damit hält sie uns bei der Stange und kann jede von uns so unterstützen, wie sie es gerade braucht. 

 

Erkenntnis Nr. 3 aus 2018: 

Organisation kann man lernen Schrittchen für Schrittchen. Und: Organisation muss sich mir und meinem Business anpassen, nicht umgekehrt ! 

Wie ich das umsetze: ich schraube an vielen kleinen und größeren Schrauben herum, die jede für sich nicht der "Oberhammer" sind. In der Summe bringen sie aber eine Menge. Angefangen von echten Zeitgewinnen durch bessere Organisation bis hin zu einem entspannteren Arbeitsgefühl, weil ich "die Dinge besser im Griff" habe. Unbezahlbar ist das Gefühl, dass es kein "so geht das" für alle gibt, sondern dass ich unterstützt die für mich richtigen Methoden finden darf. Die dann auch flexibel genug sind, um sie jeweils entsprechend anpassen zu können.  

Wer dann verhinderte, dass ich vollends dem Trübsinn und dem Selbstmitleid verfiel

2018 war also für uns ein Jahr, das ganz anders lief als geplant. Zeitweilig hatte ich das Gefühl, eingesperrt zu sein, regelrecht angekettet. 

Dass dieses Gefühl dann nicht noch in ein Gefühl der totalen Isolation ausuferte, dafür danke ich tatsächlich meinen Online-Kontakten. Damit danke ich auch DIR - denn wenn Du meine Beiträge liest und vielleicht sogar reagierst, dann bedeutet das sehr viel für mich. 

 

 

Meine Facebook-Kontakte wurden in dieser Zeit noch wertvoller für mich, jeder einzelne. Ich danke Euch allen dafür, dass ihr "da" seid. Wie oft hat mich ein Post aufgeheitert, abgelenkt, auf ein neues Thema gebracht - oder mir einfach nur einen kleinen Moment der Verbundenheit geschenkt. 

Einigen Menschen bin ich ganz besonders dankbar, mit denen ich 2018 durchgängig engeren Kontakt hatte: 


Nämlich meinen Mastermind-Partnerinnen Anja Rödel, Simone TontschAlex Loos und Gela Löhr
Der Mastermind-Gruppe mit Tamara, Elke und Angela

Den Artfrauen Susanne, Inge, Regina und Brigitte. 

 

Echte Energieschübe waren auch die Inspi-Con und das Inspi-Camp. Aber auch die Nadelwelt in Karlsruhe und das Carrefour du Patchwork im Elsaß. 

 

Und natürlich danke ich auch meinem Mann, dem Erklärbär Jens. Ohne DICH wär das alles nur halb so schön !! 

 

Erkenntnis Nr. 4 aus 2018:

meine "Filterblase" stützt mich, wenn ich das brauche (und zulasse). Egal, ob ich mich in einem Post äußere oder ob ich über den Messenger um Hilfe bitte. Die Online-Welt wird sehr oft als "kalt" und "unpersönlich" dargestellt. Kann ich definitiv nicht bestätigen ! 
Ganz viele Menschen, die ich online kennenlernen durfte, hab ich auf den genannten Veranstaltungen auch live erlebt. Da war sofort ein Gefühl von Vertrautheit da, von "ich darf, ich muss nicht". Wunderbar. 
Wundert sich jemand, dass ich direkt nach der Inspicon 2018 direkt die Inspicon 2019 gebucht hab? 

Der erste Ausblick - oder: warum da noch nix fix ist

Weil ich so schön Urlaub gemacht hab zwischen den Jahren, bin ich mit meiner Planung für 2019 noch nicht fertig. Früher hätte mich das einigermaßen panisch werden lassen. Mittlerweile weiß ich: ein Jahreswechsel ist ein Datum. Nicht mehr, nicht weniger. Planen kann ich immer, die eigentliche Herausforderung ist dann immer die Umsetzung. Sobald mein Visionboard für 2019 fertig ist (noch im Januar), erzähle ich hier ein bisle mehr darüber, was ich 2019 so vor habe. Und wie in der Einleitung geschrieben - 2019 erzähle ich Dir quartalsweise, was ich plane. Die Idee gefällt mir grad richtig gut :-) 

Und jetzt zu Dir - was hat das Jahr 2018 Dir gebracht? Was hast Du daraus mitgenommen? Wie immer - das Kommentarfeld gehört Dir: 

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Kommentare: 3
  • #1

    Silke Steigerwald (Freitag, 11 Januar 2019 01:43)

    Was für geniale Erkenntnisse, liebe Frauke. Manchmal ganz schön blöd, dass sie so schmerzhaft (und teuer) sein müssen!!! ABER: Hauptsache die Kurve gekriegt. Ich wünsche dir von Herzen ein super geniales 2019, mit vielen er-FÜLLE-nden Auszeiten, erfolreichen, erleichternden Paketen und einer starken Filterblase und einem Rundum-Wohlbefinden...auch für Gina und den Erklärbär.

    Liebe Grüße
    Silke

  • #2

    Claudia Hußmann (Dienstag, 15 Januar 2019 10:04)

    Oh, wie oft konnte ich mich in deinem Beitrag wiederfinden. Herzlichen Dank für deine tollen Erkenntnisse.

    Und natürlich alles Liebe für deine Katze. Wenn es bei mir mal eng wird, sind auch die Ausgaben für die Hunde das letzte, was ich reduziere. :-)

    Die '„Herrchen und Frauchen lieben mich, sehr sogar“-Versicherung' muss ich mir unbedingt merken. Die haben meine Hunde auch gebucht. :-)

    Und ja, die Entscheidung für Claudia Kauscheders Kurs war auch bei mir eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe.

    Und mit deinen Paketen hast du mir gerade nochmals einen Schubser gegeben. "Eigentlich" hatte ich das letztes Jahr schon vor, dass es nur noch Pakete gibt, habe es aber irgendwie wieder aus den Augen verloren. - Danke für den Schubser!

    Auf ein erfolgreiches 2019!

    Claudia

  • #3

    Gabriele Brandhuber (Dienstag, 15 Januar 2019 16:05)

    Liebe Frauke, das klingt nach einem harten Jahr 2018, und nach einem ziemlich entspannten bzw. gelassenen Ausblick auf 2019. Schön!
    Die Sache mit dem Geld (Pakete), die Sache mit den Routinen (Home Sweet Office) und die Sache mit der menschlichen Unterstützung aus den Sozialen Netzwerken kann ich alle drei aus vollem Herzen genau so bejahen. Und die spontane Entscheidung zu Home Sweet Office: Beste Entscheidung aus 2018, auch bei mir.
    Ich freu mich, dass wir gemeinsam in der Gruppe sind, auf gegenseitige Inspiration und Austausch!
    Liebe Grüße, Gabi