Brauchst Du wirklich eine eigene Facebook-Seite?

Anna* fragt: 

Frauke, Du sagst, ich sollte für mein Coaching-Business auf Facebook eine Facebook-Seite eröffnen? Das brauche ich doch gar nicht! Ich nütze Facebook doch sowieso nur für mein Business?

 

Liebe Anna,das ist keine richtig gute Idee - aus verschiedenen Gründen, die wir uns genauer ansehen werden. Zu den Marketing- und Strategie-Überlegungen kommt noch die Tatsache, dass Du damit eine Hausregel von Facebook verletzt. Und weil Facebook seine Hausregeln auch durchsetzen darf, gehst Du mit so einem Vorgehen auch immer ein Risiko ein. Nämlich das Risiko, dass Facebook Dir vielleicht Dein Profil sperrt - und dann sind auch alle Deine Kontakte gesperrt. Doof? Ja, klar ! Aber es geht ja auch anders :-)


Facebook unterscheidet klar zwischen persönlichen Profilen und Seiten.

Beide können und dürfen unterschiedliche Sachen.


Dein persönliches Facebook-Profil

Auf Deinem persönlichen Profil verbindest Du Dich mit anderen Menschen über Freundschaftsanfragen - nur wenn beide bestätigen, seid ihr auf Facebook "befreundet". 
Ich halte nichts davon, jede Freundschaftsanfrage anzunehmen - mach ich selbst auch nicht. Und natürlich halte ich auch nichts davon, jeden Menschen, den ich auf Facebook irgendwie "treffe", sofort mit einer Freundschaftsanfrage in mein eigenes Netzwerk einzuladen. Mein persönliches Netzwerk ist genau das: das persönliche Netzwerk von Frauke Schramm. Die interessieren sich nicht nur für meine berufliche Seite (also die Social Media Mutmacherin), sondern auch für die anderen Facetten, die ich so zu bieten habe.  

 

Übrigens: wenn Du so richtig viele Freunde hast, dann wird es irgendwann eng - mehr wie 5.000 Freunde darfst Du nämlich nicht haben. Auch deswegen funktioniert die Strategie "persönliches Profil als Marketing-Seite verwenden" nur begrenzt. Wenn Du nämlich so richtig toll erfolgreich bist ... dann hast Du diese 5.000 ziemlich schnell voll. Und dann? 

 

Facebook bietet Dir zwar die Möglichkeit an, dann Dein Profil in eine Seite umzuwandeln. Damit werden aber auch alle "echten" Freunde (Mama! Papa! Schwester! Beste Freundin! Kindergarten-Kumpel! ... usw. ...) zu Fans ... das sind aber doch tatsächlich Menschen, die mit DIR verbunden sein wollen, mit dem ganzen Menschen, nicht "nur" mit Deinem Job, oder? 

 

Noch ein wichtiger Unterschied

Mit Deinem Profil kannst Du Dich in Gruppen anmelden, das können Seiten nicht. Wie wichtig Facebook-Gruppen für Dich und Dein Business sind bzw. sein könnten, erzähle ich Dir später noch genauer.

Und das kann eine Facebook-Seite:

Eine Seite ist für die gewerbliche Nutzung da. Sie wird online gestellt, und wer sich für Deine Angebote interessiert, der klickt auf "Gefällt mir". Und zack - Du hast einen neuen Fan. Fans kannst Du soviele haben, wie Du willst, auf Seiten gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung.


Deine Seite kannst Du übrigens auch bewerben. Entweder die Seite als Ganzes, oder einzelne Beiträge. Und das ist der Hauptunterschied zum persönlichen Profil - dort kannst Du nicht werben.

 

Das bedeutet: Posts auf Deinem Profil bekommt nur ein Teil Deiner Facebook-Freunde mit, nur die erfahren, was Du Tolles anzubieten hast. Was ist mit potentiellen Neukunden, die noch nie von Dir gehört haben? Die kriegen nix mit. Mit Werbung kannst Du diese potentiellen Neukunden erreichen - Deine Seite bekommt mehr Fans, damit bekommen auch mehr Menschen mit, was Du zu bieten hast.

 

Und noch ein kleines, wichtiges Schmankerl für Vielbeschäftigte: für Deine Seite kannst Du die Beiträge planen. Du setzt Dich also einmal hin, verfasst mehrere Beiträge, planst, wann sie erscheinen sollen - und die gehen dann ohne weiteres Zutun von Dir genau dann online. Ein echter Zeitsparer - und leider nur  für Seiten, nicht für Profile verfügbar.

 


Nochmal im Klartext:

Manche Sachen solltest Du mit Deinem Profil nicht machen - zumindest nicht ohne Kenntnis des Risikos. Facebook untersagt in seinen Benutzerregeln (die Du bei Deiner Anmeldung akzeptiert hast) z.B. die gewerbliche Nutzung von persönlichen Profilen. Bei Zuwiderhandlung droht sogar die Sperrung Deines Accounts.
Wenn Du eine Facebook-Seite hast und regelmäßig pflegst, dann kannst (und darfst, und sollst!) Du von dort aus durchaus Inhalte auf Dein Profil teilen. 

Facebook hat nichts dagegen, wenn der Mensch Frauke Schramm auch Inhalte der Social Media Mutmacherin teilt. Besteht allerdings mein Profil NUR aus beruflichen und (noch schlimmer ...) werblichen Inhalten, kann es kritisch werden. 


Liebe Anna, aus all diesen Gründen solltest Du unbedingt eine Seite haben. Was Du damit so alles anstellen kannst, erzähle ich Dir gerne in einem meiner nächsten Blogbeiträge - oder in meinem Newsletter. Den kannst Du übrigens ganz einfach hier abonnieren, dann verpasst Du garantiert keinen Beitrag:

 

 

* Wer ist Anna??? Ganz einfach: Anna ist ein Pseudonym. Vielleicht sogar für Dich? Sie wird Dir in meinem Blog öfter begegnen - immer, wenn ich eine Frage beantworte, die mir eine Kundin / ein Kunde gestellt hat, dann lege ich diese Frage Anna in den Mund. Und beantworte sie dann, natürlich :-)

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Kommentare: 4
  • #1

    Petra Haasmann (Donnerstag, 28 Januar 2016 16:39)

    Wunderbar... klar und einfach erklärt Frauke :-) Das sollten sich viele User bei Facebook unbedingt zu Herzen nehmen. Kann man jeden Tag sehen, wieviel Kommerzielles da über private Accounts geht.

    Glückwunsch zu deiner neuen Seite und viiieel Erfolg :-)

    Liebe Grüße
    Petra

  • #2

    Astrid Meyer (Freitag, 29 Januar 2016 13:12)

    Wow, Danke, Du erklärst die Eigenheiten von Facebook gut verständlich und nachvollziehbar. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Herzlichen Glückwunsch auch zu neuen Webseite.
    Astrid

  • #3

    Frauke (Freitag, 29 Januar 2016 13:24)

    Liebe Petra, danke für Deinen Kommentar! Interessant ist ja auch, dass Facebook kein Problem damit hat, wenn über einen privaten Account Posts von Facebook-Seiten geteilt werden. Aber das ist eben in der Facebook-Logik etwas anderes :-)

  • #4

    Frauke (Freitag, 29 Januar 2016 13:26)

    Liebe Astrid, danke :-) genau dieses "Facebook ganz einfach erklären" ist mir so wichtig, weil ich soooo oft erlebe, dass da ganz viel Bedarf besteht. (und irgend ein kleines Teil von mir wäre vielleicht doch auch gerne Lehrerin geworden ...)